Rekordsumme für den WM-Helden
Der FC Bayern München hat im Sommer 2026 einen seiner größten Transfers der letzten Jahre eingetütet. Ismael Saibari wechselt von PSV Eindhoven an die Isar und unterschreibt einen Vertrag bis 2031. Die Ablösesumme liegt bei rund 55 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen, ohne Boni sind es knapp unter 50 Millionen. Für den FC Bayern ist es damit einer der teuersten Zugänge der jüngeren Vereinsgeschichte.
Der 25-jährige Marokkaner war bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika einer der Männer der Stunde. In vier Turnierspielen erzielte er drei Tore und machte sich damit auch bei den Bayern-Verantwortlichen einen Namen. Schon in seiner letzten Saison bei PSV war Saibari kaum zu bremsen: 19 Tore und neun Assists in 37 Pflichtspielen, dazu die Wahl zu Hollands Fußballer des Jahres. Über seine gesamte Zeit in Eindhoven kommt er auf 42 Tore und 29 Assists und half dem Klub zu drei Meistertiteln.
Nübel packt nach sechs Jahren die Koffer
Während in der Offensive ein neuer Star einzieht, endet im Tor eine Ära. Alexander Nübel verlässt den Rekordmeister nach sechs Jahren und wechselt zu Besiktas Istanbul. Der 29-Jährige, 2020 ablösefrei von Schalke gekommen, kam beim FC Bayern nie richtig zum Zug und stand in sechs Jahren nur viermal im Pflichtspieltor. Zuletzt war er an den VfB Stuttgart ausgeliehen.
Besiktas stattet Nübel mit einem Vertrag bis 2029 aus. Kolportiert wird eine Ablöse von etwa 6,5 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen. Weil sein gut dotierter Vertrag bei den Bayern (Gerüchten zufolge rund elf Millionen Euro Jahresgehalt) eigentlich bis 2029 gelaufen wäre, soll der Rekordmeister dem Keeper zusätzlich ein Abfindungspaket in Millionenhöhe mitgegeben haben.
Eberl sucht noch Käufer für mehrere Profis
Sportdirektor Max Eberl hat mit den Transfers von Saibari und zuvor Nathaniel Brown, der von Eintracht Frankfurt kam und bis 2031 unterschrieben hat, viel Geld in die Hand genommen. Nun soll auf der Verkaufsseite nachgelegt werden. Für João Palhinha, dessen Leihe bei Tottenham Hotspur nicht in einen festen Wechsel umgewandelt wurde, sucht der Verein einen Abnehmer. Benfica Lissabon soll ein Angebot über 25 Millionen Euro vorbereiten.
Auch für Bryan Zaragoza, Sacha Boey, Hiroki Ito und Minjae Kim gibt es aktuell keine Interessenten, die die Preisvorstellungen aus München erfüllen. Die Kaderplanung bleibt damit auch nach Saibaris Ankunft eine Baustelle, an der Eberl in den kommenden Wochen weiterarbeiten muss.
Direkt zum Auftakt in der Allianz Arena gefordert
Die Saison 2026/27 beginnt am 28. August 2026 mit dem Eröffnungsspiel in der Allianz Arena, wenn die Münchner den VfB Stuttgart empfangen. Für Saibari könnte es damit schon in seiner ersten Woche als Bayern-Spieler zum Pflichtspieldebüt in München kommen, während sich der Verein bis dahin noch um die verbleibenden Personalfragen rund um Palhinha, Zaragoza, Boey, Ito und Kim kümmern muss. Wer eines der ersten Spiele der neuen Saison live in der Allianz Arena miterleben will, findet die passenden Tickets bereits jetzt online.