Verschossener Elfmeter bremst Mbappé zunächst aus
Im Gillette Stadium von Foxborough bei Boston lieferten sich Frankreich und Marokko am 9. Juli 2026 ein hart umkämpftes Viertelfinale. Die Équipe Tricolore war über weite Strecken tonangebend, tat sich gegen kompakt stehende Atlaslöwen aber lange schwer. In der 28. Minute bot sich die große Chance zur Führung: Nach einem Foul im Strafraum trat Kylian Mbappé selbst zum Elfmeter an, scheiterte jedoch an Torhüter Yassine Bono, besser bekannt als Bono, der die Ecke früh erahnte und den Ball sicher parierte.
Marokko, bei dieser WM eine der Überraschungsmannschaften des Turniers, ließ sich von der vergebenen Chance des Gegners nicht beeindrucken und blieb defensiv diszipliniert. Die Nordafrikaner verteidigten mit viel Leidenschaft und suchten immer wieder über schnelle Umschaltmomente den Weg nach vorne, ohne dabei zwingend genug vor dem Tor von Mike Maignan zu werden.
Mbappé und Dembélé drehen das Spiel in sechs Minuten
Der Bann brach schließlich in der 60. Minute. Mbappé machte seinen verschossenen Elfmeter wieder gut und traf zur längst überfälligen Führung für Frankreich. Nur sechs Minuten später legte Ousmane Dembélé nach und stellte auf 2:0. Die beiden Treffer nahmen den Marokkanern jeden Mut zur Aufholjagd, zumal Trainer Walid Regragui seine Mannschaft danach kaum noch in gefährliche Abschlusspositionen brachte.
Für Marokko endet damit ein bemerkenswerter Turnierlauf im Viertelfinale, für Frankreich bedeutet der Erfolg dagegen den nächsten Schritt in Richtung Titelverteidigung. Es ist bereits das dritte Mal in Folge, dass die Franzosen bei einer Weltmeisterschaft das Halbfinale erreichen, nach den Endspielteilnahmen 2018 und 2022.
Was der Erfolg für Frankreich bedeutet
Bundestrainer Didier Deschamps kann mit einer eingespielten und erfahrenen Mannschaft weiterplanen, die auch in engen K.o.-Spielen einen kühlen Kopf bewahrt. Mbappé zeigte trotz des verschossenen Elfmeters erneut, warum er als einer der gefährlichsten Angreifer des Turniers gilt, und dürfte mit dem späten Treffer auch mental gestärkt in die nächste Runde gehen. Für die Fans der Équipe Tricolore und all jene, die Frankreichs Weg bis ins Finale live verfolgen möchten, öffnet der Erfolg gegen Marokko die Tür zu einem der begehrtesten Tickets dieser Weltmeisterschaft.